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FRIZZ-Tagestipps
 

 Sergey Malov

Wiener Klassik am 01. Februar in der Stadthalle Karlsruhe, 20 Uhr.

Im Zentrum des 4. Konzerts der Reihe "Wiener Klassik" in der Saison 2011/12 steht das einzige Violinkonzert von Robert Schumann. Der Solist ist der 1983 in St. Petersburg geborene Sergey Malov, 1. Preisträger des 10. Internationalen Mozartwettbewerbes 2011 in Salzburg. Von einer wenig bekannten Seite zeigt sich ein Komponist am Schluss des Konzerts. Georges Bizet wurde vor allem durch seine 1875 in Paris uraufgeführte Oper „Carmen“ weltberühmt. Seine Sinfonie in C-Dur ist ein Jugendwerk, das in erstaunlicher Reife die Gattungstradition der Wiener Klassiker bezeugt, aber gleichermaßen Anklänge an Schubert enthält. Von einem französischen Meister stammt auch die Einleitung des Programms. Gabriel Pierné, eine Generation jünger als Bizet, beschwört mit seinem Ballet de cour die Erinnerung an die glänzende Kultur am Hof des Sonnenkönigs Ludwigs XIV.

 

 Schwärzer die Lieder nie klingen

Konstantin Schmidt am 02. Februar in der Orgelfabrik in Durlach, 20.15 Uhr.

In diesem Jahr hätte Georg Kreisler seinen 90. Geburtstag gefeiert. Grund genug, die Lieder des Altmeisters von Kabarett-Chanson und Schwarzem Humor auf die Bühne zu holen. Dies übernimmt einer, der es ausgesprochen gut kann: Konstantin Schmidt, hat Kreislers Lieder schon als 12-Jähriger gepfiffen. Hunderte Male hat er sie auf der Bühne präsentiert: das Triangel, die zwei alten Tanten, den Bluntschli, die Telefonbuchpolka, den Opernboogie und so weiter. Natürlich wird auch das legendäre Taubenvergiften zu hören sein, wenn Konstantin Schmidt im weißen Frack auf die Bühne weht. Kaum einer bring diese Lieder so zeitgemäß und spritzig auf die Bühne wie er. Unglaubliche Geschichten von Dingen die es gab, die es gibt und die es geben würde wenn wir mal dürften, wie wir wollten. Erstklassige Unterhaltung.

 

 Lesung Süd

Thomas Melles am 06. Februar im KOHI-Kulturraum in Karlsruhe, 20 Uhr.

Jägermeister, Apfelkorn, Wodka-Red Bull: Vor allem letzterer ist Treibstoff der auf gute Laune und Durchhalten getrimmten Agenturgeneration, wie sie Melles in seinem Roman skizziert. An der Front einer überhitzten Konsum- und Leistungswelt steht Thorsten Kühnemund. Der Macho wertet in der Berliner Zentrale eines Ölkonzerns Marktstatistiken und Verbraucheranalysen aus und legt fest, in welchem Regal in Tankstellen Colaflaschen und wo die Alkopops zu stehen haben. Von der sexualisierten Bilderflut der Medien abgestumpft und durch die Anforderungen der Arbeitswelt zum Alkoholiker geworden, bekommt er Beziehung, Affäre und Job bald nicht mehr unter einen Hut. Der idealistische Magnus Taue, sein ehemaliger Schulfreund, schreibt für das Kundenblatt des Konzerns. Er fühlt sich als Loser und hasst seine Arbeit. Der enttäuschte Auftragsschreiber flieht allabendlich in die virtuellen Weiten des Netzes. Regelrecht krank wird Thorstens Freundin Laura. Nachdem ihr letzter Ausweg, den Depressionen noch zu entkommen in der Psychiatrie endet, bleibt sie dort nicht lange allein.

 

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Bonecrusher Fest 2012 am 10. Februar in der Die Stadtmitte in Karlsruhe, 19 Uhr.

Angeführt wird das Bonecrusher Fest in diesem Jahr von Carnifex. „Hell chose me“ lautet der Titel ihres aktuellen Albums. Ein sehr gutes Motto für die Ausnahmesituation in der die Band ihre Energie auf die Bühne bringt – ein Tornado mit viel Death Metal-Kante. Die Franko-Kanadier von Beneath The Massacre treten ebenfalls an und stehen dem Sound von Carnifax in nichts nach – abartig massive und brachiale Stakkatos – man erinnere sich nur an den extrem verschobenen Snare-Drive ihres sensationellen Songs „Nevermore“ und den Einsatz des Bass Boom Pedals. Der reine Wahnsinn. Within In The Ruins aus Massachusetts ergänzen das heftige Line-Up, ebenso wie Molotov Solution aus der US-Zockerhauptstadt Las Vegas, die ihr neues Album „Insurrection“ dabei haben und erstmals in Deutschland präsentieren – Tech Metal à la The Faceless lässt grüßen. Betraying The Martyrs, 2008 in Paris gegründet, eröffnen den Abend mit erstklassigen Deathcore-Sounds ihres Debütalbums „Breathe in Life“.

 

 Spiral Shadow

Kylesa am 16. Februar im Jubez in Karlsruhe, 20.30 Uhr.

2 Drumkits – 1 Monster: Das sind Kylesa aus Savannah / Georgia, benannt nach dem buddhistischen Konzept „kilesa mara“, das hoffnungslose Gedankenzustände beschreibt. Roter, heißer Sand in sich dauernd verändernder Bewegung, mäandernd, spiralförmig um abgestorbene und verdorrte Baumstümpfe sich windend – auch das Cover der neuen Scheibe “Spiral Shadow“ drückt es perfekt aus, das hypnotische Gefühl der Musik von Kylesa. Sängerin und Gitarristin Laura Pleasants brüllt es hinaus – wir sind tief bewegt und betroffen. Ihre Wurzeln liegen im Crust Punk, Psychedelic, im Stoner Rock und Sludge Metal. Kylesa haben all diese Parameter mit ihrem eigenen Finetuning versehen.

 

 Flieg Fisch, lies und gesunde!

Jochen Malmsheimer am 16. Februar im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim, 20 Uhr.

Die Übereinstimmungen zwischen einem alten Gruyère und Jochen Malmsheimer werden immer auffälliger: Auch Malmsheimer wird reifer, schärfer und grantiger. Da hilft weder die Fahrt ins Blaue noch der Gang ins Grüne. Längst haben etwa Zoobesuche durch den Entschluss vieler Tierparkleitungen, aus distransparenten Gründen auf Käfigbesatzungen zu verzichten, ihre beruhigende Wirkung eingebüßt. Auch das Radio bietet keinen Trost mehr, jeder macht ja was er will. Was aber, wenn man nicht jeder ist? Was soll nur aus uns werden, wenn selbst Männer altern? Hier ist nicht nur die Literatur entfesselt, Malmsheimer ist es auch. Ein wenig. Doch er weiß, dass wir alle uns, gerade in unsicheren Zeiten, nach ein bisschen Glück sehnen. Und so endet der erhellende Abend mit einem kleinen Gedicht über die Liebe und das Glück. Und über ein Fischlein.

 

 Drums of China

Manao am 19. Februar in der Stadthalle Karlsruhe, 20 Uhr.

Manao – das sind 16 bildhübsche, junge, chinesische Trommlerinnen, die bei ihrer Performance traditionelle chinesische Rhythmen mit weltbekannten Melodien zu einem akustischen Trommelfeuerwerk verbinden. Wenn die jungen Trommlerinnen die schweren Schlaginstrumente mit Präzision in Perfektion, kraftvoll, dynamisch bearbeiten und dabei ein rhythmisches Klangfeuerwerk entfachen, ist dies ein einzigartiges und musikalisch unvergessliches Ereignis. MANAO – Drums of China, das ist sportliche Höchstleistung stilvoll gepaart mit Traditionsbewusstsein, kunstvoll und mitreißend in Szene gesetzt.

 

 Rettung Naht

Helge Schneider am 24. Februar in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe, 20 Uhr.

Nachdem es im letzten Sommer bei allen Freiluftkonzerten in Deutschland wie aus Eimern gegossen hat, außer bei Helges Shows, wird der Komiker und Ausnahmemusiker seine Fans auch 2012 nicht alleine im Regen stehen lassen. "Und sollt ich mich verhaspeln, so will ich Süßholz raspeln" und „Im Fernsehen mach ich mich zwar rar, doch bin ich immer für Euch da,“ sind Leitsätze des 56 jährigen Showtalents, der vor fast zwanzig Jahren mit Liedern und Filmen wie „Texas“, „Es gibt Reis Baby“, „Katzeklo“, „Fitze Fitze Fatze“, „Wurstfachverkäuferin“, „Telefonmann“ etc., etc. zum absoluten Hyper-Mega-Star aufstieg und seitdem fast pausenlos auf Tournee ist. Zum Glück! Dank Helge wissen wir, dass ein Klapperstrauß kein Bärenhase ist und wo die Trompeten von Mexiko wohnen, wie Udo Lindenberg beim Arzt hustet und Schachtelhalm das erste Lebewesen war, wann man den Garten verkehrt herum betreten sollte und wann es an der Ampel grau wird. Auch die aktuelle Tournee entspringt wieder ausschließlich Helges Hirn, ohne gefährliche Feuerwerkeffekte, nur mit Witz, Quatsch, Phantasie und einem tollen Outfit, eventuell auch zwei! Und: Musik! Ein Muss für alle, die da hingehen wollen!

 

 Berliner Puppentheater

Der Kleine König und seine Freunde am 25. und 26. Februar im Stephansaal in Karlsruhe, jeweils 14 und 16 Uhr.

In einer Inszenierung für Kinder ab zwei Jahren zeigt das Berliner Puppentheater das lustige und lehrreiche Stück mit neuen Geschichten über den kleinen König nach dem Kinderbuch von Hedwig Munck. Der kleine König lebt zusammen mit seinen „tierischen“ Freunden, dem Pferd Grete, dem Eichhörnchen Buschel, dem Hund Wuff und der Katze Tigerchen in einem Schloss. Er ist zwar noch sehr klein, regiert aber schon ein ganzes Königreich. Obwohl er immer alles besser wissen will, muss er noch sehr viel lernen: Warum muss Grete immer gebürstet werden? Warum muss er sein Zimmer aufräumen? Und warum haben Blumen Namen? Die Handlung des Stücks begleitet den kleinen König einen ganzen Tag lang, in dessen Verlauf er die Antworten auf viele Fragen finden muss. Da die Figuren selbstverständlich live gesprochen werden, können die jungen Zuschauer mit ihnen in einen Dialog treten und dem kleinen König beim Finden seiner Antworten helfen.

 

 Musik, Filme, Comics

Schallplatten-, CD-, Film- und Comic-Börse am 25. Februar in der Badnerlandhalle Karlsruhe, 10 - 16 Uhr.

Angeboten werden neue und gebrauchte Ton- und Bildträger aller Art (CDs, DVDs, Blu-Ray Discs, Schallplatten), Zubehör, Merchandising, Comics (Hefte, Bücher, Figuren, etc.), Spiele, Literatur und Zubehör. Jedermann kann dabei sein, ob als Anbieter oder Besucher. Die Börsen verstehen sich als Alternative zu den großen Multimedia-Märkten. Die Börse kostet zwar Eintritt, der sich aber durch Verhandlungsgeschick beim Einkauf schnell wieder realisieren lässt. Da aus sämtlichen Musikrichtungen Platten und CDs angeboten werden, findet man auch mal einen Titel, den man immer schon mal haben wollte. Neben den neuesten Erscheinungen von Filmen auf DVD/Blu-Ray Disc werden auch solche angeboten, die nicht unbedingt in den üblichen Märkten erhältlich sind. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass zu den Filmbörsen bzw. -bereiche generell nur Personen ab 18 Jahren Zutritt haben. Eine Auswahl an verschiedenen Comics findet man ebenfalls auf den Börsen mit dem entsprechenden Bereich.